Vorbereitungen für die Weihnachtsaktion `09
Bis in die späten Abendstunden wurde für die Dekoration zur Weihnachtsaktion in der Ellhornstraße gearbeitet.







Posted 2 years ago Notes
Bis in die späten Abendstunden wurde für die Dekoration zur Weihnachtsaktion in der Ellhornstraße gearbeitet.







Posted 2 years ago Notes
Ideen zur Gestaltung ungenutzter Freiflächen
• Halle X
• Verlorene Orte 1
Bei Interesse bitte kontaktieren Sie uns gerne unter
0471/39156-0
info@designlabor.com


Freiräume - Entwerfen als Landschaftsarchitektur
Grundlegende Gestaltungsregeln für Freiräume
ISBN: 3-7643-7012-2
Autor: Hans Loidl / Stefan Bernard
Verlag: Birkhäuser
Schrumpfende Städte
Handlungskonzepte gegen schrumpfende Städte
ISBN: 3-7757-1558-4
Autor: Hatje Cantz
Verlag: Kulturstiftung des Bundes
Who`s Your City?
Kreativwirtschaft und Städtebau
ISBN: 978-0-465-00352-5
Autor: Richard Florida
Verlag: Basic Books (Englisch)
DVD - Nicht-Mehr / Noch-Nicht
Dokumentation über die Bespielung von Brachflächen
Web: www.filminstitut.udk-berlin.de
Autor: Daniel Kunle / Holger Lauinger
Verlag: Universität der Künste Berlin
Wie ein versteinerter Riese liegt parallel zur Wasserkante die 1928 erbaute ehemalige Pack- und Auktionshalle X im Fischereihafen von Bremerhaven. Der 370 Meter lange, in 37 Segmente gegliederte Koloss ist ein städtebauliches Wahrzeichen aus der Blütezeit des 1896 fertig gestellten Fischereihafens. Die historischen Fotos des Fischereihafens belegen deutlich, dass gemessen an der kleinteiligen Bebauung im direkten Umfeld mit dem Bau der Halle X ein architektonischer Maßstabssprung stattgefunden hat. Selbstbewusst und repräsentativ
steht das Klinkergebäude seit damals für das prosperierende Geschäft mit dem Fisch.

Obwohl zeitgleich baukonstruktiv weitaus innovativere und architek-tonisch noch ästhetischere Industriebauten wie zum Beispiel die Groß-markthalle in Leipzig mit ihren zur Erbauungszeit weltweit größten Schalenkuppeln oder die mittlerweile zur Ikone der Industriearchitektur stilisierte Zeche Zollverein XIII in Essen-Katernberg gebaut wurden,
ist die Halle X für Bremerhaven ein wichtiges solides architektonisches Zeitdokument, das für die „Veredlung der Arbeit durch Architektur“ (Wolfgang Pehnt) steht.
Heute steht die Halle zum größten Teil leer. Partiell ist sie zum Abstellraum verkommen, es gibt einige Wohneinheiten, die sich jedoch in der ungeheuren Baumasse verlieren, und es gibt ein paar Anbauten, die ohne gestalterischen Anspruch an das Gebäude gesetzt wurden und dessen Qualitäten stark beeinträchtigen. Eine angemessene, das Gebäude aufwertende Nutzung für die ca. 30.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche ist jedoch in Sichtweite.
Bekannt für die Erarbeitung von Lösungen für Aufgaben aus den Bereichen Kommunikationsdesign, Architektur und Produktdesign ist das Designlabor Bremerhaven mit den diesjährigen sieben ausgewählten Stipendiaten/innen um eine qualitative Einschätzung des Objekts gebeten worden. Grundlagen für ein Gelingen einer solch schwierigen Aufgabe ist eine umfangreiche Analyse des Gebäudebestandes.
Darüber hinaus war der soziale Kontext des gesamten Fischereihafens zu untersuchen.
Abreißen oder weiterbauen? Diese grundsätzliche Frage war schnell beantwortet, denn für einen Erhalt der Halle spricht eine ganze Reihe von Argumenten:
1. die solide Bausubstanz und dank der Stahlbetonskelettbauweise
die Möglichkeit einer flexiblen Grundrissgestaltung;
2. der hohe Bekanntheitsgrad des Gebäudes als identitätsstiftendes
Moment innerhalb des Fischereihafens;
3. die außergewöhnliche Lage direkt am Wasser;
4. die Ökonomie der Mittel:
Weiterbauen ist nachhaltiges Bauen im besten Sinne.
Einsparung der Rohbaukosten.
Eine andere, kontrovers diskutierte Frage war, wie das Gebäude ge-nutzt werden kann, ohne größere baukonstruktive und damit kostspielige Veränderungen vorzunehmen. Und: Wie soll der bauliche Eingriff beziehungsweise der bewusste Gegensatz zu dem Bestand sichtbar gemacht werden, ohne den historischen Wert des Gebäudes zu konterkarieren?

Jeder Strukturwandel bedeutet eine Anpassung an neue Bedürfnisse.
Neue Anforderungen sollten, so argumentieren die Stipendiaten/innen mit gutem Recht, auch formal im Gebäude ablesbar werden. Geschichte ist sichtbar weiterzuführen und darf nicht erstarrte Masse werden. Das die Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand keine neue Infrastruktur benötigt, ist ein Indiz für nachhaltige integrative Planung. Vorraussetzung für eine nachhaltige Programmierung des Gebäudes, bei gleichzeitig immer flexibleren Nutzungszeiträumen ist eine ebenso gezielte wie kalkulierte Redundanz in der Gebäudestruktur. Sie sollte über Qualitäten verfügen, die über die eigentlichen Funktionen hinausgehen, für die sie gebaut wurden.
Die Ergebnisse dieser sieben Monate währenden Arbeit sind in dieser Studie eindrucksvoll festgehalten. Der klare chronologische Aufbau der Recherchearbeit und des Entwurfsprozesses geben auch Laien einen Einblick in eine beispielhafte Auseinandersetzung mit einem historischen Gebäude. Die vorgestellten Entwürfe stellen nicht nur seriöse Ansätze, sondern auch innovative Entwicklungspotentiale dar, die alle den Anspruch auf Realisierbarkeit haben. Ein kraftvoller Solitär, dessen Wirkung durch die Collagierung von großflächigen,
über mehrere Geschosse reichenden Öffnungen und monolithisch geschlossenen Fassaden gesteigert wird, ist entstanden. Die Transformation historischer Strukturen und Materialien gelang auf bemerkenswerte Weise.
Das Gebäude erhält öffentliche, halböffentliche und private Bereiche, die geeignet sind, die Defizite der Infrastruktur des Fischereihafens zu beseitigen. Darüber hinaus gelingt es den Entwürfen, einen abwechslungsreichen Rahmen für die Mitarbeiter und Gäste im Fischereihafen für gesellschaftliches kommunikatives Handeln darzustellen.
Der versteinerte Riese kann mit diesen vorliegenden Vorschlägen er-folgreich reanimiert werden, und die Stadt Bremerhaven wäre um eine publikumsträchtige Attraktion reicher.
Ulrich Exner
Frankfurt am Main
Projektpartner: Fischereihafenbetriebsgesellschaft mbH
Dokumentation:
Halle X, Nutzungsstudie für die Pack- und Auktionshalle X im Fischereihafen Bremerhaven, 200 Seiten,
Herausgeber: Designlabor Bremerhaven, Mai 2008
EUR 50,- zzgl. Versandkosten
Bestellen unter:
info@designlabor.com



Die Dokumentation umfasst alle Phasen des Projektes, von der Recherche über Konzeption und Entwurf bis zur Umsetzung dreier Zwischennutzungskonzepte und deren Bespielung im temporären „Labor für neue Ladennutzungen“.

Die Erfahrung aus Vorgängerprojekten zeigt, dass Revitalisierung möglich ist, wenn gestalterische Interventionen von den Bürgern als Chance begriffen werden, ein Stück neue Lebensqualität in ihrem Umfeld zu entwickeln. Das Designlabor wird daher die Akteure aus der Stadt in die aktive Mitgestaltung einbeziehen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Laden an der Georgstraße in Bremerhaven angemietet, um vor Ort mit den Bürgern gemeinsam Ideen zur kreativen Rückeroberung von Freiräumen zu entwickeln.

Vor zwei Jahren legte das Designlabor eine Studie für die legendäre Pack- und Auktionshalle X im Fischereihafen vor, die jetzt die Grundlage für die Neuausrichtung der Gewerbebrache bildet. Im vergangenen Jahr wurden in dem mehrfach ausgezeichneten Projekt „Verlorene Orte I“ neuartige Nutzungsvorschläge für den Ladenleerstand gemacht, das viele Initiativen für neue Ladennutzungen in Bremerhaven nach sich zog.

WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH Kontorhaus am Markt Langenstraße 2-4 (Eingang Stintbrücke 1) 28195 Bremen
Tel: 0421 / 96 00 – 10
Fax: 0421 / 96 00 - 810
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Vertretungsberechtigt sind: Andreas Heyer (Vors.), Michael Göbel, Claus Kleyboldt, Dr. Dieter Russ, Hans Peter Schneider, Dr. Klaus Sondergeld
Geschäftsführung:
Andreas Heyer (Vors.)
Michael Göbel
Claus Kleyboldt
Dr. Dieter Russ
Hans Peter Schneider
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